Live Shopping, Social Shopping oder Shopping-Plattformen mit Produkten, die die Kunden selbst gestalten – neue Verkaufskonzepte bereichern den Onlinehandel. Um Transaktionskosten zu senken, Klickwege zu verkürzen und Aktivität zu belohnen, denken die Anbieter auch immer häufiger über innovative Bezahlmethoden und Web-Währungen nach. So diskutiert man unter anderem bei Craigslist – ein amerikanisches Online-Netzwerk mit Anzeigenseiten – die Einführung von „Craigbucks“ und das Soziale Netzwerk Facebook testet mit „Credits“ eine Währung, mit der sich Nutzer gegenseitig Anerkennung zollen können.
Ein Beispiel für den erfolgreichen Einsatz einer Community-bezogenen Währung ist auch laFraise, Europas größter fortlaufender T-Shirt-Design-Wettbewerb. Auf der Plattform können Mitglieder sogenannte „Brouzoufs“ verdienen und sammeln – und sie anschließend beim T-Shirt-Shopping nutzen. Der Umrechnungskurs liegt bei 100 Brouzoufs zu einem Euro.
„Mit den Brouzoufs belohnen wir unsere Mitglieder für ihre Aktivität und das Werben von Neukunden. Zu besonderen Anlässen wie Geburtstagen und Weihnachten oder im Rahmen von Sonderaktionen auf Social Media-Kanälen wie Facebook und Twitter verschenken wir Brouzoufs aber auch mal“, so laFraise-Geschäftsführer Guillaume Trotin. „Sie sind ein Anreiz für unsere User, unsere Blogs zu lesen, sich an Abstimmungen zu beteiligen, anderen Leuten von laFraise zu erzählen und bei uns einzukaufen“.
Erfunden wurden die Brouzoufs bereits 2004 von laFraise-Gründer Patrice Cassard. Seither ist die Akzeptanz der Währung unter den Mitgliedern ungebremst hoch: Bei einem Viertel aller laFraise-Bestellungen werden Brouzoufs eingesetzt. Auch als Instrument zur Kundenbindung eignet sich das virtuelle Geld offenbar: Mit knapp 80 Prozent liegt die Wiederbestellrate von Kunden, die mindestens einmal mit Brouzoufs bezahlt haben, fast doppelt so hoch wie im Durchschnitt (50%).
Trotin: „Einer unserer aktivsten Designer besteht sogar darauf, sich sein Preisgeld in Brouzoufs statt in Euro auszahlen zu lassen. Im regulären Wettbewerb sind das 1000 Euro, also 100 000 Brouzoufs – davon kann man eine Menge laFraise-Shirts kaufen.“
Mit dem Trend Report informiert Spreadshirt regelmäßig über neueste Entwicklungen im Universum der nutzergenerierten Bekleidung.
Im Internet:
www.lafraise.com
www.spreadshirt.net
DVAG: Corporate Blog und weitere Maßnahmen fürs Web 2.0
Die Deutsche Vermögensberatung AG, Frankfurt/Main, setzt verstärkt auf das Web, um den Dialog mit ihren Zielgruppen zu intensivieren. Das Unternehmen hat die Düsseldorfer Full Service Agentur für digitales Marketing Planetactive mit der Entwicklung verschiedener, dialogorientierter Maßnahmen beauftragt. Neben einem Karriere-Blog und Portalen, auf denen Kunden über ihre Erfahrungen berichten können, gehört dazu auch ein Corporate Blog. Unter www.dvag-unternehmensblog.de finden Interessierte Informationen aus erster Hand und können über aktuelle Themen diskutieren.
Autor des Corporate Blogs ist Dr. Helge Lach, Vorstandsmitglied der Deutschen Vermögensberatung AG. Dies zeigt, welch hohen Stellenwert der Dialog mit Kunden und Interessierten für die DVAG hat. Mit über 1 Mrd. Euro Umsatz und ca. 5,2 Millionen Kunden gehört die DVAG zu den führenden, eigenständigen Finanzvertrieben in Deutschland. Bei Unternehmen dieser Größenordnung ist es nach wie vor extrem selten, dass Vorstandsmitglieder persönlich mit Interessierten in Kontakt treten. „Mit unserem Corporate Blog wollen wir ein Zeichen für mehr Offenheit und Transparenz setzen“, erläutert Dr. Helge Lach. „Das Web 2.0 bietet uns die Möglichkeit, aktiv den Dialog zu suchen, Nähe zu demonstrieren und das Vertrauen unserer Kundinnen und Kunden in die DVAG zu fördern. Das Corporate Blog ist dabei nur ein Baustein einer dialogorientierten Strategie in den digitalen Medien, die wir gemeinsam mit den Spezialisten von Planetactive entwickeln und kurzfristig umsetzen werden“.