Die Wachstumsraten der Online Branche sind dermaßen spannend und davon gekennzeichnet, dass es augenscheinlich in den nächsten Jahrzehnten munter so weitergeht. Somit wird das Versenden einer Pressemitteilung Online wesentlich wichtiger als es in der Vergangenheit war.
Pressemitteilungen im Online Zeitalter haben viele Maßstäbe “geerbt” wie jene, die in der Zeit versandt worden sind, als das Print Medium sowie das Fernsehen das Non-Plus-Ultra war.
Pressemitteilungen mit gelungener Headline – Schlagzeile
Die Schlagzeile oder die Headliner ist immer noch die “Möhre” die interessierte Menschen anlockt. Das gilt selbstverständlich auch für das Internetzeitalter. Eine Schlagzeile bzw. Headline muss knackig Aufmerksamkeit erzeugen und dafür sorgen, dass der Leser angefüttert wird. Wichtig ist natürlich auch an dieser Stelle, wie an allen anderen Stellen, dass die Headline zum inhaltlichen Auftritt der Pressemitteilung passt. Und das wie die Faust aufs Auge. Ein neues Produkt sollte folglich zielgruppenaffin angekündigt werden.
Ein Beispiel für eine schlechte Schlagzeile – Headline
“Digitale Fotografie lässt Ihre Urlaubsbilder in einem guten Gegenlicht erscheinen!”
Na. Was haben wir denn hier. Digitale Fotografie ist mittlerweile soweit in der breiten Bevölkerung angekommen, dass der Begriff derart antiquiert wirkt, dass man sich schon zu Beginn unglaubwürdig macht. Dann ist es jedem klar ersichtlich, außer dem Texter dieser Headline, dass das Gegenlicht keine gute Sache ist, die nämlich eher im Gegenteil dafür sorgen wird, dass die Bilder – egal ob auf Papier oder auf dem Rechner – schlecht aussehen.
Außerdem ist eine persönliche Anrede in einer Schlagzeile keine gute Idee, wenn die Agentur oder der Pressemitteilungsversender Online PR betreiben möchte. Immer neutral schreiben oder zumindest den Anspruch waren.
Und dann ist die weitere Frage: Was für ein Produkt oder welche Dienstleistung wird hier angekündigt? Ein Fotograf? Jemand, der Bilder aus der digitalen Welt in die reale Welt holt? Ein Anbieter, der so genannte Fotobücher vertreibt, in denen Urlaubsbilder gedruckt und geheftet auf dem heimischen Küchentisch landet? Man weiß es nicht. Und so kann es schnell sein, dass die Meldung in der Fülle der Meldungen sang und klanglos und was viel schlimmer ist, ungehört oder publiziert verhallt.
Die optimierte Variante für Online PR
“Fotobücher als gedruckte Urlaubserinnerung“
So. Hier sieht der Leser gleich, um was es geht: Fotobücher und Urlaubserinnerungen. Die beiden Begriffe lassen ganz fix und wie von Zauberhand eine Idee davon erstehen, um was es sich bei der Online Pressemitteilung dreht.
Angesprochen sollen also Menschen und Medienschaffende, die Urlaubsbilder nicht nur im Internet speichern möchten, sondern auch die Urlaubsbilder und damit die Erinnerungen an die schönste Zeit des Jahres in gedruckter Form mittels eines Fotobuches in ihrem Regal stehen haben möchten.
Dabei ist es doch völlig egal und sogar belanglos, dass es sich dabei nur um digitale Bilder handeln kann. Dann nur mittels der gängigen Upload Verfahren auf den Anbieterseiten lassen sich die Bilder übertragen. Zwar bieten einige Anbieter die Möglichkeit Fotos auf Papier zu senden, aber das geht dann schnell mal richtig ins Geld, wenn man einen Scanservice in Anspruch nehmen möchte.
Deswegen: Die Urlaubsbilder von dem letzten paar Tagen einfach uploaden und schon kommt nach einiger Zeit das Fotobuch ins Haus.
10 Don´t in der Online PR
- Die Menschen und damit die Zielgruppe mit „Sie“ anreden!
- Keine Zwischenüberschriften in die PM packen. Bleiwüste = Interesse = Null
- Keine vernünftigen Fotos – mindestens 640 x 480.
- Keine vernünftigen Bezeichnungen der Bilder
- Schlechte und nichtssagende Headline
- Falsche Kategorisierung im Online PR Anbieter Portal
- Falsche Verschlagwortung
- Viel zu viele Schlagworte
- Falsche Schlagworte
- Zu wenig Text.
Die Dinge mit den „Sie“ und die schlechten Headliners sind ja schon verarztet worden.
Am schlimmsten ist es doch, wenn die gute alte Regel „Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte“ dadurch verletzt oder außer Kraft gesetzt wird, weil vergessen wird, dass das Bild wenigstens eine Auflösung von 640 x 480 haben sollte.
Fotohinweis schützt Blogger vor Abmahnungen
So kann ein Blogger zum Beispiel den PR Text auf seinem Blog, der sich mit Pressemitteilungen beschäftigt, leicht veröffentlichen ohne noch weitere grafische Arbeit leisten zu müssen. Auch ist die Angabe der Fotografen oder eben der Firma, gerade im Hardware Bereich nicht ganz unwichtig und kann beim Fehlen schnell zu einer Abmahnung führen. So sollte die Online PR PM also am besten gleich einen Fotohinweis enthalten.
Dateibezeichnung bei Fotos von großer Bedeutung
Eine Datei, egal ob ein Foto oder nicht, sollte eine passende Bezeichnung tragen. Gerade ein Foto sollte nicht DSC oder was auch immer mit vielen Nullen, Einsen oder ähnlichen Ziffern heißen. Ist auf dem Bild ein Boxensystem oder eine iPad Tasche abgebildet, so sollte die Datei ebenso sich am Motiv orientieren. Am besten ist es Herstellername-Produktname zu verwenden. Es gibt wenig Menschen, die im Internet gezielt einfach so nach Bilder suchen, die DSC im Dateinamen tragen. Das kann ganz lustig seien, sollte sich aber auch den Feierabend beschränken und dient mit Sicherheit nicht dem Sinne von Online PR.
Kategorisierung in Presseportalen beachten
Ein Buch sollte in der Kategorie Literatur oder zumindest Kunst & Kultur stehen und erscheinen. Es geht auch noch Freizeit. Aber ein Buch ist immer noch ein Buch. Es ist immer wichtig, dass eine Durchsicht der Presseportale erfolgt, damit man feststellen kann, wo zum Beispiel ein Mitbewerber seine Produkte kategorisiert. Natürlich kann ein Buch, welches sich auf bestimmte Thematiken beschränkt auch in der entsprechenden Kategorie stehen. Aber es kann natürlich sein, dass so eine so enge Sicht erzeugt wird. Am besten noch eine generell geschriebene Pressemitteilung in der zweiten Kategorie veröffentlichen. Neugeschrieben! Nicht die bereits veröffentlichte PM nutzen. Zwei separate erstellen.
Schlagworte sparsam aber gezielt einsetzen
Schlagworte sind das Salz in der Buchstabensuppe. Ein „Zuviel“ davon schmeckt keinem Leser. Also immer schauen, welche fünf bis acht Worte einen Artikel in groben Zügen beschreiben könnte. Bei einem Buch beispielsweise der Autor, das Thema und der Verlag. Meistens sind da fünf Schlagworte schon ausreichend. Eine Masse an Schlagworten birgt die Gefahr, dass die wichtigen Schlagworte untergehen und absaufen in der Wortmenge.
